Das kurze Leben des Robert T. Online

Wir schreiben das Jahr 2000.

Alle Welt will Anteil haben an den neuen Medien. Handys werden für jeden erschwinglich, Computer immer schneller und transportabler, aber vor allem soll das Internet in jedem Haus Einzug halten.

 

Ein Mann liefert Ihnen das Internet.

Sein Name: Robert T-Online

 

Sein Charakter und Aussehen dürfte Serienfans der 80er Jahre sehr bekannt vorkommen, denn wenn man die moderne Werbeikone mit der gelben Plastikfrisur mit der virtuellen Serienfigur Max Headroom vergleicht, dann wird selbst der Blindeste deutliche Ähnlichkeiten feststellen.

 

Robert und Max sind beides Anzugträger. Beide leben in einer virtuellen Umgebung. Sowohl Robert als auf seine Vorlage sind blond, stottern und greifen sich immer wieder an die Krawatte.

Während Max jedoch ein televisionärer Pionier des Cyberpunk war, war Robert nur eine nervige Werbefigur. Eine Figur, die aufgrund von Mißverständnissen unter T-Com, T-Online und Telekom im Jahr 2003 wieder eingestampft wurde.

Problem war nämlich folgendes: Robert T-Online machte eigentlich Werbung für den Börsengang der T-Online AG, welche eine Tochter der deutschen Telekom ist. Doch Robert T-Online wurde auch dazu genutzt, um den Zuschauern DSL schmackhaft zu machen. T-Online allerdings ist nur das Internetportal und die T-Com der eigentliche DSL Anschluss. Da Robert T-Online, aber mit Nachnamen T-Online heißt, die DSL Anschlüsse aber gar nicht bei T-Online, sondern bei der T-Com erworben werden, war es wohl der Telekom und dem Kunden zu kompliziert und Robert wurde der Stecker gezogen.

Alles klar?

 

Nochmal zum mitschreiben:

Eine Mutter namens Telekom hat zwei Söhne. T-Com und T-Online. T-Com verkauft DSL Anschlüsse und T-Online ist ein Internetanbieter (Neudeutsch: Provider). Falls Ihnen das jetzt nichts sagen sollte, dann stellen Sie sich einfach vor, dass T-Com Autos verkauft und T-Online das Benzin.

T-Online möchte nun an die Börse und hat für die Werbung die Figur Robert T-Online erfunden. Dieser macht aber nicht nur Werbung für die Aktien, sondern auch für Anschlüsse (von der T-Com). Die Kunden sind aber verwirrt, weil sie nun denken, dass ein Herr mit dem Nachnamen T-Online natürlich auch Werbung für T-Online macht. Robert T-Online machte jedoch bei den DSL-Anschlüssen eigentlich Werbung für T-Com und nicht für T-Online. Aufgrund derNamensverwirrung wollten nun Leute Anschlüsse von T-Online. (Die es natürlich nicht gab)

 

Drei Jahre lang hat der stotternde, unsymphatische Yuppie im Werbefernsehen überlebt und damit sogar ein Jahr länger existiert als die Serienfigur Max Headroom. Schade, dass es nicht andersherum war.

 

Abschliessend möchte ich sagen, dass Max wesentlich cooler war. Er war Ansager von Musikvideos, hatte eine eigene Serie, Cameoauftritte und sogar einen eigenen Film.

Robert wird dagegen als reichlich peinliche Werbefigur in Erinnerung bleiben. Eine Figur bei der die Leute sich schon heute schämen und sich fragen: Was haben die sich eigentlich dabei gedacht?

Eigentlich dauert es Jahrzehnte bis man sich so etwas fragt. In den 50er,60er bis in die 70er Jahre wurden Zigaretten wurden als toller Lebenstil verkauft, Alkohol zur Beruhigung und Süßigkeiten als etwas Gesundes beworben. Heute schüttelt man nur den Kopf vor dieser peinlichen Werbung. Robert hat das geschafft wofür andere Jahrzehnte brauchen und dank der T-Aktie so manch einem Spekulanten die Bleiche ins Gesicht getrieben.

 

(Wert einer Aktie bei Ausgabe € 39,40. Stieg auf 100 € und krachte dann ins Bodenlose... € 8,42. Wer heute noch eine Aktie hat, der kann sich über 8,64 freuen.)

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Kommentare: 9
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